Hochseeangeln für Anfänger, auch ohne Vorkenntnisse...

Unter Hochseeangeln versteht man das Angeln auf dem offenen Meer, auf der offenen Ostsee, auf der es keinen unmittelbaren Schutz durch die Küste gibt. Das Wetter auf dem Meer kann jederzeit umschlagen; eine starke Drift und ein hoher Wellengang würden ein kleineres Boot schnell in Gefahr bringen, es versteht sich, dass nur hochseetaugliche Schiffe sich weit von der Küste entfernen dürfen.

Die Technik: Pilken kann einfach Jeder, denn das Pilken für sich ist sehr einfach. Kommt der Wind von hinten, werft ihr so weit wie möglich aus. Könner werfen von unten, nicht über Kopf aus. Wartet bis der Pilker auf Grund gesunken ist. Dann holt Ihr ruckartig unter Pumpen wieder ein. Achtet darauf, dass die Schnur nicht unter das Schiff gerät (Scheuer,- Bruchgefahr ). Kommt der Wind auf Euch zu,lasst den Pilker einfach absinken bis er den Grund erreicht. Hebt die Rute unter Rucken 1 - 2 m an, senkt sie dann wieder und gebt ggf etwas Schnur nach. Egal, ob der Wind von vorn oder von hinten kommt, achtet darauf, dass der Pilker sich stets kurz über dem Grund befindet.

Beim Pilken ist die Position auf dem Kutter entscheidend. Am begehrtesten sind die Plätze am Bug oder am Heck. Das liegt daran, dass man sich an diesen Stellen im Boot stets die Drift auswählen kann:

  • Andrift - der Kutter treibt auf den Köder zu
  • Abdrift - der Kutter bewegt sich vom Köder weg

Steht man an der Reling, muß man die jeweilige Drift fischen und kann nicht variieren.

In der Andrift müssen die Köder möglichst weit ausgeworfen werden, damit sie nicht gleich unterm Kiel hängen. Vorteil in der Andrift: Die Angler sind eher am Fisch als die Kollegen im Rücken! Wenn der Pilker den Grund erreicht hat, wird die Schnur gestrafft, und das eigentliche Pilken beginnt. Durch Auf- und Abbewegungen der Rutenspitze tanzt das Fisch-Imitat am Grund - solange, bis der Kutter über den Pilker treibt. Dann wird eingeholt, und das Spiel beginnt von vorn.

Ganz wichtig: Der Pilker muss unbedingt am Grund bleiben, denn dort stehen die Dorsche zumeist. Außerdem darf beim Absenken der Rute der Kontakt zum Bleifisch nicht verlorengehen! Bei schlaffer Schnur lässt sich der Biss nicht erkennen. Das Gleiche gilt, wenn ein Dorsch hochgepumpt wird - immer die Spannung halten, sonst kann sich der Haken lösen! Wer in der Abdrift angelt, lässt den Pilker einfach an der Bordwand runter. Damit er sich durch die Drift nicht zu weit vom Grund entfernt, wird ab und zu Schnur nachgegeben. Ist dies zu oft nötig, muss ein schwererer Pilker her.